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  "date": "2024-12-28T15:45:00+01:00",
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  "duration": "00:40",
  "room": "Stage HUFF",
  "slug": "38c3-fehlercode-406-request-not-acceptable-digitalzwang-als-human-security-problem",
  "url": "https://events.ccc.de/congress/2024/hub/de/event/fehlercode-406-request-not-acceptable-digitalzwang-als-human-security-problem/",
  "title": "Fehlercode 406: Request not acceptable. Digitalzwang als Human Security-Problem",
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  "language": "de",
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  "type": "Talk 40 (30min +10 Q&A)",
  "abstract": "Schon die neue Bahncard in der App integriert und dabei erfolglos versucht, dem Tracking auszuweichen? \r\nDigitalzwang kostet: Und zwar uns, den Nutzer:innen von Diensten von Unternehmen, Beh\u00f6rden, oder anderen Anbietern (auch du, Deutsche Bahn!). Dabei ist es weniger ein Problem, ob digitalisiert wird, sondern wie. Ich argumentiere, dass mit der fortschreitenden Digitalisierung eine Bringschuld von Anbietern auf die einzelnen Verbraucher:innen \u00fcbertragen wird. \r\nBetroffene von Digitalzwang erfahren dabei h\u00f6here Kosten in ihrem Alltag: Sie m\u00fcssen mehr Geld ausgeben, um einer Datenabgabe zu entkommen, oder brauchen mehr Zeit f\u00fcr Dienstleistungen, weil diese sie ausschlie\u00dfen. Dabei reicht der Rahmen \u00fcber die vermeintlich Technik-feindlichen Senioren weit hinaus, und betrifft arme, k\u00f6rperlich behinderte, oder Datenschutz-affine Menschen genau so. \r\nDigitalcourage hat bereits beim Fireshonks 2022 ein Best-Off ihres Digitalzwangmelders vorgestellt. Ich habe jetzt eine \u00dcbersicht aufgebaut, um das Problem zu visualisieren. Durch die Analyse von Forschungsinterviews mit Betroffenen zeige ich, wer von Digitalzwang betroffen ist, in welchen Formen Digitalzwang auftritt, und welche Auswirkungen er auf ihr Leben hat. Dabei zeige ich, dass der Digitalzwang in seinen verschiedenen Facetten mehr ist als nur \u201eunangenehm\u201c: Er wirkt als Brennglas f\u00fcr bestehende Probleme und f\u00fchrt zu Ausgrenzungen und Einschr\u00e4nkungen.",
  "description": "Computer k\u00f6nnen das Leben verbessern. Digitalisierung macht viele Prozesse schneller und leichter umsetzbar, zumindest in der Theorie. Was aber, wenn man gar keinen Zugang zu digitalen Angeboten hat, oder ihn aus Sorge von Datenmissbrauch ausschlie\u00dfen muss? Armut, Behinderung, fehlende Umgangserfahrung oder eine hohe Datenhygiene f\u00fchren dazu, dass Menschen sich im Alltag einschr\u00e4nken m\u00fcssen, weil ihnen der Zugang zu einem Gut nicht offen steht. Das geht los bei Rabattaktionen im Supermarkt und geht bis zu Einschr\u00e4nkungen in der Mobilit\u00e4t \u2013 die Deutsch Bahn l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.\r\nIch zeige, in welchen Bereichen des Lebens Digitalzwang auftritt und wie vielseitig er sich gestaltet. Hierf\u00fcr habe ich Forschungsinterviews mit Menschen gef\u00fchrt, die sich von Digitalzwang betroffen sehen. Im Gespr\u00e4ch habe ich erfahren, mit welchen Formen des Zwangs sie konfrontiert waren und wie schwer diese Eingriffe waren. Dabei zeigt sich, dass Digitalzwang zwar ein Problem f\u00fcr sich ist, jedoch oft intersektionell wirkt: Armut, Behinderung oder fehlende Bildung werden durch eine exklusive Digitalisierung noch verst\u00e4rkt. \r\nDigitalzwang ist damit nicht nur unangenehm, sondern wird in vielen F\u00e4llen zu einem Human Security-Problem. Dieses Konzept geht davon aus, dass Sicherheit nicht nur die Abwesenheit von Gewalt ist, sondern ein Zustand, indem sich Menschen frei entwickeln k\u00f6nnen. Ein Ausschluss aus einer Gesellschaft oder eine Beschr\u00e4nkung im eigenen Leben wirken diesem Zustand entgegen. Anhand der Beispiele, die ich durch die Interviews gesammelt habe, zeige ich, wie die Auswirkungen von Digitalzwang diese Probleme erzeugen k\u00f6nnen.\r\nDabei m\u00fcssen wir uns die Frage stellen, wie wir mit der Digitalisierung umgehen wollen. Um dabei nicht ganz im Pessimismus zu versinken, gehe ich auch auf positive Beispiele ein: Wo wird gut und nutzerfreundlich digitalisiert?",
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