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  "date": "2024-12-29T11:00:00+01:00",
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  "title": "Gef\u00e4hrliche Meinung \u2013 Wenn W\u00e4lder brennen und Klimaaktivist*innen im Knast sitzen",
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  "track": "Ethics, Society & Politics",
  "type": "Talk",
  "language": "de",
  "abstract": "Eine Geschichte \u00fcber den Kampf f\u00fcr Walderhalt in der Klimakrise, die unn\u00f6tige Erweiterung eines klimasch\u00e4dlichen Stahlwerks und einer vermutlich illegalen Genehmigung f\u00fcr eine vorgezogene Rodung. Wie wir daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis kamen. Und wie das Bundesverfassungsgericht die Gef\u00e4ngnisleitung zwang, mich vorzeitig wieder zu entlassen.\r\n\r\nAktivistische Kritik buchst\u00e4blich an der zust\u00e4ndigen Bezirksregierung endete in einem Gerichtskrimi durch die AugsburgerJustiz, die sich nach wie vor entschlossen zeigt, die laut Bundesverfassungsgericht besonders gesch\u00fctzte Machtkritik der Aktivist*innen m\u00f6glichst hart zu bestrafen. \r\nEin Vortrag \u00fcber den kreativen Umgang mit Repressionen mit Einblicken hinter die Gef\u00e4ngnismauern. \r\nVom Kampf der Augsburger Justiz gegen kreativen Protest f\u00fcr den Erhalt der Lebensgrundlagen.\r\nMemes inklusive. \ud83e\uddee",
  "description": "Die Regierung von Schwaben genehmigte im Herbst 2022 die Rodung eines besonders gesch\u00fctzten Bannwalds -- trotz laufender Rechtswidrigkeitspr\u00fcfung des gesamten Vorhabens durch Bayerns h\u00f6chstes Verwaltungsgericht. Denn der Besitzer des angrenzenden Stahlwerks, der zuf\u00e4llig mit seinem Lobbyverband auch gr\u00f6\u00dfter Spender der CSU ist, Max Aicher, wollte sein klimasch\u00e4dliches Stahlwerk in den Bannwald hinein erweitern. Daraufhin demonstrierten wir an der Regierung von Schwaben und \"besetzen\" deren Beh\u00f6rdenflur symbolisch mit einer satirischen Botschaft. Einen Bannwald roden? \u2013 Frech!\r\n\r\nWir werden davon erz\u00e4hlen, wie wir f\u00fcr unsere Kritik zu Haft verurteilt wurden, die Haft aber zun\u00e4chst nicht antraten, sondern eine Woche durch die \u00d6ffentlichkeit geisterten, erst eine Woche sp\u00e4ter eine L\u00fccke im Terminplan entdeckten und dann doch in der Arrestanstalt auftauchten. \r\nSamuel gibt Einblicke hinter die Mauern der Jugendarrestanstalt und berichtet, wie es den Menschen dort drinnen geht, die dort durch psychischen Schmerz \"resozialisert\" und \"erzogen\" werden sollen.\r\n\u00dcber Brief und Zettel aus dem Fensterschlitz konnten Unterst\u00fctzer*innen von au\u00dfen den Kontakt halten. Eine Gruppe Nerds baute einen FM-Transmitter und versuchte, ein eigenes Knastradio f\u00fcr Samuel einzurichten.\r\n\r\nNach zwei Wochen wurde Samuel pl\u00f6tzlich nachts mit all seinen B\u00fcchern vor die T\u00fcr gesetzt, denn das Bundesverfassungsgericht entschied: Meinungsfreiheit gilt auch in Augsburg. Die Urteile aus Augsburg waren rechtswidrig, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.\r\nEin eindrucksvolles Beispiel, wie in Deutschland Protest mitunter als \u201eBedrohung der \u00f6ffentlichen Ordnung und Sicherheit\u201c konstruiert und eingeschr\u00e4nkt wird.\r\n\r\n**Weitere Infos auf [lohwibleibt.de](https://www.lohwibleibt.de/)** --\r\nerg\u00e4nzend m\u00f6chten wir noch mitgeben:\r\nDer Fall Augsburg ist ein gutes Beispiel, wie der \"Rechtsstaat\" Kapitalinteressen verteidigt. Zwei Wochen Knast sind aber nichts gegen den Verlust der Lebensgrundlagen, der insbesondere Menschen im globalen S\u00fcden betrifft. Es ist weiter unsere Verantwortung, uns f\u00fcr eine klimagerechte Welt einzusetzen. Lasst euch nicht einsch\u00fcchtern und k\u00e4mpft weiter! Gerichte sind zum Essen da.",
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      "code": "MQAUZD",
      "public_name": "Samuel Bosch",
      "avatar": "https://fahrplan.events.ccc.de/congress/2024/fahrplan/media/avatars/photo_2021-04-02_12-37-53_ZBj3rcl.jpg",
      "biography": "Ich bin eine Umweltaktivist aus Ravensburg in der N\u00e4he des Bodensees. Normalweise wohne ich in einem Baumhaus im Altdorfer Wald, der gr\u00fcnen Lunge Oberschwabens, den wir seit fast vier Jahren besetzt halten und mit unserer Anwesenheit vor drohender Rodung f\u00fcr Kiesabbau besch\u00fctzen. \u00dcber die Zeit haben wir \u2013 eine wundervolle und offene Gemeinschaft in und um den Wald aufgebaut, wir versuchen, Hierarchien abzubauen und uns gegenseitig F\u00e4higkeiten und Wissen weiterzureichen.\r\n\r\nIch k\u00e4mpfe f\u00fcr eine Klimagerechte Welt, in der der globale Norden nicht l\u00e4nger Menschen im globalen S\u00fcden ausbeutet und in der alle eine freies selbstbestimmtes Leben in den planetaren Grenzen f\u00fchren. Daf\u00fcr machen wir auch viele Protestaktionen zu verschiedensten Themen um den Altdorfer Wald aber auch in vielen anderen St\u00e4dten. Wo es eben brennt. Dabei m\u00fcssen wir auch in kauf nehmen, horrende Strafen zahlen soll oder auch mal in den Knast kommen. Aber das ist uns er Kampf f\u00fcr unsere Lebensgrundlagen wert. \r\n\r\nNat\u00fcrlich verbringen wir nicht die ganze Zeit nur im Wald, sondern tragen unseren Protest auch auf D\u00e4cher und Fassaden von Regierungsgeb\u00e4uden, Betonwerken, Kieswerken, dem Brandenburger Tor, Kirchen, Kr\u00e4nen und B\u00e4ume die gef\u00e4llt werden sollten. Wir sind schon so manchen Gemeinden, Konzernen und M\u00e4chtigen auf Dach gestiegen und haben die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber deren Zerst\u00f6rungsvorhaben aufgekl\u00e4rt.",
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      "public_name": "Kiki K\u00f6ffle",
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      "biography": "Ich bin eine schw\u00e4bische Klimaaktivistin und Studentin der Naturwissenschaften. Ich versuche, die Verkn\u00fcpfung von lokalen Themen zu den gro\u00dfen Zusammenh\u00e4ngen der Klimakatastrophe zu finden und mit kreativen, direkten Aktionen auf den notwendigen Systemwandel aufmerksam zu machen.\r\nOb Protest-Fahrradtour, Bannerdrop,  Waldbesetzung oder ganz neues - es soll um Inhalte gehen, nicht um Labels. Wann immer ich kann, bin ich in der Waldbesetzung im Altdorfer Wald bei Ravensburg. \r\nIch besch\u00e4ftige mich auch seit l\u00e4ngerem mit den Irrungen und Wirrungen der Strafjustiz und ihrem Umgang insbesondere mit Klimaaktivist*innen. Vor Gericht verteidige ich oft andere als Laienverteidigerin \u2013 oder mich selbst.",
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