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  "date": "2024-12-28T23:00:00+01:00",
  "start": "23:00",
  "duration": "00:40",
  "room": "Stage HUFF",
  "slug": "38c3-retro-chips-selbst-gemacht-historische-hardware-in-fpgas-nachbilden",
  "url": "https://events.ccc.de/congress/2024/hub/de/event/retro-chips-selbst-gemacht-historische-hardware-in-fpgas-nachbilden/",
  "title": "Retro-Chips selbst gemacht: Historische Hardware in FPGAs nachbilden",
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  "language": "de",
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  "type": "Talk 40 (30min +10 Q&A)",
  "abstract": "Retro-Computing ist heute die Dom\u00e4ne der bekannten Software-Emulatoren. Aber auch die urspr\u00fcngliche Hardware selbst kann und sollte dokumentiert und konserviert werden. Ich zeige, was es damit auf sich hat und wie man daheim mit moderatem Einsatz einen ganzen Retro-Computer nachbaut. Mit Hilfe von rekonfigurierbaren Chips klappt das auch weitgehend ohne L\u00f6ten oder die allgegenw\u00e4rtigen Arduinos und Raspberry-Pis.",
  "description": "Der Begriff Maker ist inzwischen eng mit den Arduinos und dem Raspberry-Pi verbunden. Auch wenn es um den Erhalt historischer Systeme geht sind Nachbauten in Form von Emulatoren auf Raspi-Basis ganz vorne dabei. Das ist verst\u00e4ndlich, wenn man sieht wie preisg\u00fcnstig diese Ger\u00e4te sind, wie viele entsprechende Retro-Projekte\r\nes gibt und wie einsteigerfreundlich sie sich meistens nutzen lassen.\r\n\r\nAber neben der klassischen Software gibt es mehr zu erhalten: Die historische Hardware l\u00e4sst sich leider nicht mal eben auf einen USB-Stick kopieren. Und mit den alten Ger\u00e4ten geht auch das Wissen dahinter verloren und die oft eleganten oder trickreichen L\u00f6sungen, die in der Anfangszeit n\u00f6tig waren, um bezahlbare Hardware mit einfachsten Mitteln zu bauen.\r\n\r\nIch zeige, wie sich wesentliche Aspekte der Systeme mit Hilfe von konfigurierbarer Hardware erhalten und auf elegante Weise dokumentieren lassen. Ich zeige Euch, wie man mit geringem Materialeinsatz aber viel Neugierde Retro-Systeme in FPGA-Chips wieder zum Leben erweckt. Was braucht man? Wo bekommt man es her? Und wie wird daraus ein Heimcomputer der 80er? Das zeige ich unter anderem am konkreten Beispiel des NanoMig, der Nachbildung eines Commodore Amiga Homecomputer, dessen gesamte Hardware sich in einem modernen FPGA unterbringen l\u00e4sst ... ganz ohne Arduino- oder Raspberry-Pi-Unterbau. \r\n\r\nFPGA-Retrocomputing ist in den letzten zehn Jahren popul\u00e4r geworden. Auch das von mir vor gut zehn Jahren entworfene MiST-Board aber vor allem das darauf folgende MiSTer-Projekt hatten ihren Anteil daran. Diese Systeme werden oft als etwas fortschrittlichere Emulatoren (miss-)verstanden, hinter ihnen steckt aber vor allem eine als rekonfigurierbare FPGA-Hardware bezeichnete recht ungew\u00f6hnliche Technik abseits \u00fcblicher CPUs, Speicher- und Peripheriebausteine.\r\n\r\nAuf die Geschichte und Hintergr\u00fcnde werde ich nur kurz eingehen. In diesem Vortrag soll es um die Praxis gehen. Ich werde beschreiben, was man an Hard- und an Software f\u00fcr die ersten Schritte auf dem Weg zur Wiederbelebung von Retro-Hardware ben\u00f6tigt. Wie es sich f\u00fcr Open-Source geh\u00f6rt muss man auch hier nicht das Rad immer wieder neu erfinden. So wie die damaligen Computer viele Gemeinsamkeiten hatten, so sind auch in ihren FPGA-Nachbauten viele Komponenten\r\nwiederverwendbar. Aber wie wird aus einem realen Chip \u00fcberhaupt etwas, das einen realen FPGA-Baustein zu gleichem Verhalten animiert? Wie wird die Logik beschrieben? Was l\u00e4sst sich aus alten Hardwareunterlagen direkt \u00fcbernehmen? Was l\u00e4sst sich in FPGAs (leider) nicht mehr direkt realisieren? \r\n\r\nSchlie\u00dflich wird es darum gehen, wie man ein solches Projekt \u00fcberhaupt angeht. Nat\u00fcrlich sind Klassiker wie der Commodore C64 oder der Amiga die verlockendsten Ziele f\u00fcr solche Vorhaben. F\u00fcr die ersten Schritte eignen sich aber vor allem viele der einfacheren Maschinen oder sogar selbst erdachte Ger\u00e4te. Ganz ohne L\u00f6tkolben verkabelt man sich den eigenen Retro-Computer und sp\u00e4testens wenn der erste eigene Videochip das erste Testbild auf den VGA-Bildschirm bringt wird klar: Das ist\r\nkein Arduino. Der Umgang mit konfigurierbare Hardware ist nicht unbedingt komplizierter als die Arbeit mit Arduino und Co. Aber sie ist fundamental anders. Viele Denkmuster, die erfahrenen Programmierern in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen sind, lassen sich nicht auf Hardware \u00fcbertragen oder sind, wie sich zeigen wird, sogar\r\nirref\u00fchrend. Und wie debuggt man \u00fcberhaupt einen selbstgebauten Chip? Und was wird aus Fernseher und Floppy-Diskette, die damals zwingendes Zubeh\u00f6r waren?\r\n\r\nUnd wenn selbst der Mikroprozessor Teil der Konfiguration ist, dann kann man nat\u00fcrlich beliebige \u00c4nderungen vornehmen. Fehlte Dir damals dieser eine Befehl, der alles revolutioniert h\u00e4tte? H\u00e4tte der Atari ST den Amiga ausgestochen, wenn er Hardware-Sprites unterst\u00fctzt h\u00e4tte? Probier es aus! Konfigurierbare Hardware bedeutet auch, dass alles ver\u00e4nderbar ist. Ein Dual-Core C64? Ein ZX81 mit Tonausgabe und Farbdarstellung? Warum nicht gleich der eigene 8-Bit-Wunschcomputer? \r\n\r\nUnd wem das alles noch viel zu einfach erscheint, der erf\u00e4hrt schlie\u00dflich, wie er mit Hilfe von Platinenproduktion in Fernost und dem heimischen 3D-Drucker nicht nur Software und Hardware erh\u00e4lt, sondern gleich die ganze Maschine noch einmal zum Leben erweckt.\r\n\r\nAm Ende meines kleinen Vortrags werdet ihr wissen, wie ihr Euer eigenes Retro-Projekt f\u00fcr kleines Budget startet und vielleicht mithelft, das Wissen hinter der urspr\u00fcnglichen Hardware zu erhalten. Ihr lernt, wie man die ein oder andere Maschine wieder in einer Form erlebbar macht, die \u00fcber die \u00fcbliche Softwareemulation auf einem PC hinausgeht.",
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