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  "title": "Zwischen Brandanschl\u00e4gen und Platzbesetzungen: Eine antirassistische Geschichte aus Bern (1980 - 2000)",
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  "abstract": "Anfang der 90er brennen in der Schweiz die Asylheime. Nicht Rostock oder Hoyerswerda, sondern auch Chur, Lotzwil und Konolfingen bei Bern. Das ist die oft vergessene Welle rechtsextremen Terrors mitten in der Schweiz.\r\nRechtsextreme Skinheadgruppen, sp\u00e4ter Blood & Honour- und Hammerskins-Strukturen, traten offen auf, organisierten Konzerte, patrouillierten in Gruppen durch St\u00e4dte und agierten \u00e4usserst brutal. Die staatliche Reaktion blieb lange verhalten \u2013 Bagatellisierung, Wegschauen, fehlende Ermittlungen. Antifaschistische Organisation und Selbstschutz wurden damit zur Notwendigkeit.\r\nParallel dazu entwickelte sich in Bern eine kraftvolle antirassistische Bewegung, die weit \u00fcber Szenepolitik hinausging. W\u00e4hrend rechts motivierte Gewalt zunahm und Asylgesetzversch\u00e4rfungen politische Mehrheiten fanden, begann ein breiter gesellschaftlicher Widerstand, getragen von migrantischen Communities, Gewerkschaften und linken Gruppen. In dieser Zeit fanden grosse Demonstrationen f\u00fcr die Antirassismusstrafnorm statt \u2013 ein Gesetz, das damals hart umk\u00e4mpft war und dessen Annahme erst durch massiven \u00f6ffentlichen Druck m\u00f6glich wurde. Gleichzeitig entstand eine breite Sans-Papiers-Bewegung: Platzbesetzungen, Kirchenasyle, Streiks, \u00abPapierlose Restaurants\u00bb und lokale Netzwerke machten sichtbar, dass Tausende Menschen ohne geregelten Status in der Schweiz leben und arbeiten.\r\nDie K\u00e4mpfe dieser Jahre zeigen deutlich, dass antifaschistische und antirassistische Arbeit nicht getrennt voneinander existierten: Sie waren eine gemeinsame Antwort auf rechte Gewalt, und staatliche Ignoranz.",
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