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  "date": "2025-12-28T20:10:00+01:00",
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  "slug": "39c3-freiheit-exe-utopien-als-malware",
  "title": "freiheit.exe - Utopien als Malware",
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  "language": "de",
  "track": "Art & Beauty",
  "type": "Theater / Performance",
  "abstract": "\"freiheit.exe\u201c ist eine Lecture \u00fcber die ideologischen Rootkits des Silicon Valley. Sie schl\u00e4gt den Bogen von den italienischen Futuristen zu den heutigen Tech-Feudalisten, vom Akzelerationismus zur Demokratieskepsis der Libert\u00e4ren, von Tolkien zur PayPal-Mafia. \r\nBasierend auf den Recherchen zu meinem Theaterst\u00fcck \"freiheit.exe. Utopien als Malware\", in dem  journalistische Analyse auf performative Darstellung trifft.",
  "description": "Ich lade das CCC-Publikum ein, die Betriebssysteme hinter unseren Betriebssystemen zu untersuchen.\nW\u00e4hrend wir uns mit Verschl\u00fcsselung, Datenschutz und digitaler Selbstbestimmung besch\u00e4ftigen, installieren Tech-Milliard\u00e4re ihre Weltanschauungen als Default-Einstellungen unserer digitalen Infrastruktur. Die Recherchen beleuchten die mitgelieferte Malware.\n\nIch navigiere durch die Ideengeschichte zwischen Marinettis Futuristischem Manifest (1909) und Musks Mars-Kolonien, von den ersten Programmiererinnen zur Eroberung des Alls, von neoliberalen Think Tanks zur Schuldenbremse, von nationalen Christen zu Pronatalisten.\nInvestigative Recherche trifft auf performative Vermittlung. \nMit O-T\u00f6nen von Peter Thiel, Nick Land und anderen zeigt die Lecture ideologische Verbindungslinien zwischen Theoretikern autorit\u00e4r-technoider Tr\u00e4ume und den Visionen der Tech-Oligarchen auf:\n\nEs geht um \u201eFreedom Cities\u201c, Steuerflucht und White Supremacy.\nUm Transhumanismus als Upgrade-Zwang bis hin zu neo-eugenischen Gedanken.\nUm Akzeleration als politische Strategie: Geschwindigkeit statt Reflexion, Disruption statt Demokratie, Kolonisierung \u2013 jetzt auch digital.\n\nAus Theaterperspektive betrachte ich das Revival der C\u00e4saren und die Selbstinszenierung von Tech-CEOs als K\u00fcnstler, Priester oder Genies. \nUnd mit der Investigativ Reporterin Sylke Grunwald habe ich recherchiert, was all das mit den Debatten rund um Palantir zu tun hat.\n\nDie scheinbar alternativlose Logik von \"Move Fast and Break Things\" ist nicht unvermeidlich \u2013 sie ist gewollt, gestaltet, ideologisch aufgeladen.\n",
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      "name": "Christiane Mudra",
      "public_name": "Christiane Mudra",
      "avatar": "https://cfp.cccv.de/media/avatars/MFGD8G_d5xjUL3.png",
      "biography": "Christiane ist Autorin, Regisseurin und Gr\u00fcnderin von investigative theater.\n\nIhre Produktionen beruhen auf journalistischer Langzeitrecherche. Zu den Schwerpunktthemen geh\u00f6ren Rechtsextremismus, Misogynie und Netzpolitik. Seit 2013 arbeitet sie dabei sparten\u00fcbergreifend, mit digitalen Mitteln und interaktiven Formaten, oft au\u00dferhalb traditioneller Theaterr\u00e4ume.\nZu ihren j\u00fcngsten Produktionen in M\u00fcnchen und Berlin geh\u00f6ren The Holy Bitch Project \u00fcber h\u00e4usliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen, Hotel Utopia, ein interaktives Gesellschaftsspiel \u00fcber den Wert von P\u00e4ssen im Flughafen Tempelhof und Selfie & Ich, ein Abend \u00fcber psychische Erkrankungen in Privatwohnungen.\n2024 feierte BETA, ihre investigative Musiktheaterproduktion \u00fcber die demokratiegef\u00e4hrdende Macht von  Big Tech Premiere an der Deutschen Oper Berlin. Das St\u00fcck Xploit:s \u00fcber Ausbeutung im Niedriglohnsektor wurde im ehemaligen Kaufhof am Stachus in M\u00fcnchen uraufgef\u00fchrt.\n\nVon 2013 bis 2018 war Christiane als Beobachterin und Journalistin im NSU-Prozess und diversen Untersuchungsaussch\u00fcssen. Sie recherchierte in den USA zu MAGA, Alt Right und den Incels, war Artist in Residence bei der Biennale in Venedig und inszenierte mit brasilianischen Aktivist*innen eine 1:1 Performance im Stadtraum von Fortaleza/BR \u00fcber weltweite \u00dcberwachung und die Milit\u00e4rdiktatur. Ihr  Theaterfilm The Holy Bitch Project wurde auf dem NYC Independent Film Festival gezeigt.\nChristianes Recherchen im Bereich Rechtsextremismus wurden auch in Sachb\u00fcchern und Podcasts ver\u00f6ffentlicht.\n",
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