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  "date": "2019-08-24T14:00:00+02:00",
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  "room": "Curie",
  "slug": "Camp2019-10231-ethikrichtlinien_fur_kunstliche_intelligenz_wie_war_s_mit_gesetzen",
  "title": "Ethikrichtlinien f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz? Wie w\u00e4r's mit Gesetzen?",
  "subtitle": "Wie die Industrie mit Debatten um \"ethische KI\" Zeit kauft",
  "track": "Ethics, Society & Politics",
  "type": "lecture",
  "language": "de",
  "abstract": "Bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, jede zweite Woche w\u00fcrde eine neue, wachsweiche Selbstverpflichtung f\u00fcr den ethischen Einsatz von Algorithmen bekanntgegeben. Privatwirtschaftliche wie \u00f6ffentliche Organisationen \u00fcbertrumpfen sich geradezu dabei zu betonen, dass der Mensch bei allen maschinellen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen soll und dass diese transparent sein m\u00fcssen. Aber was bringt einem das Wissen um benachteiligende oder falsche Funktionsweise der Algorithmen, wenn man sie dennoch nicht verbieten kann? Und: sollten wir die Regeln f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Einsatz von Maschinen wirklich von den Konzernen gestalten lassen, die diese Technologien entwickeln? \r\n\r\nWir zeigen, wie wenig konkret die verschiedenen Selbstverpflichtungen der Unternehmen, Verb\u00e4nde und Organisationen sind und wie all das Reden \u00fcber Ethik  in den meisten F\u00e4llen einem Ziel dient: gesetzliche Regulierung verhindern.",
  "description": "Bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, jede zweite Woche w\u00fcrde eine neue, wachsweiche Selbstverpflichtung oder Empfehlung f\u00fcr den ethischen Einsatz von Algorithmen bekanntgegeben. Privatwirtschaftliche wie \u00f6ffentliche Organisationen \u00fcbertrumpfen sich geradezu dabei, ein weiteres Mal zu betonen, dass der Mensch bei allen maschinellen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen soll, dass sie fair und nachvollziehbar sein m\u00fcssen und es stets die M\u00f6glichkeit zum Widerspruch gegen eine solche Entscheidung geben muss. Transparenz, Transparenz und nochmals Transparenz sei das Ma\u00df aller Dinge. Aber was hei\u00dft das konkret f\u00fcr diejenigen, die nur noch per Gesichtserkennung in ihr B\u00fcro oder Wohnung reinkommen, deren Kredit, Wohnungs- oder Arbeitsgesuch abgelehnt wird oder sie vom Jobcenter keine F\u00f6rderung bekommen dank einem Algorithmus? Was bringt einem das Wissen um benachteiligende oder falsche Funktionsweise der Algorithmen, wenn man sie dennoch nicht verbieten kann? Welchen Sinn hat das Recht darauf, sich a posteriori wehren zu d\u00fcrfen, wenn man bereits alles verloren hat? Und: sollten wir die Regeln f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Einsatz von Maschinen wirklich von den Konzernen gestalten lassen, die diese Technologien entwickeln? Ethikforscher, die sich f\u00fcr Selbstregulierung einsetzen, verschweigen oft, dass ihre Einrichtungen von Techfirmen finanziert werden. Selbst die neuen Ethischen Richtlinien der EU sind von Google, IBM, Facebook und Zalando mitgeschrieben worden.\r\n\r\nWir zeigen, wie wenig konkret die verschiedenen Selbstverpflichtungen der Unternehmen, Verb\u00e4nde und Organisationen sind und wie all das Reden \u00fcber Ethik  in den meisten F\u00e4llen einem Ziel dient: gesetzliche Regulierung verhindern.",
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