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  "date": "2019-08-22T18:15:00+02:00",
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  "duration": "01:00",
  "room": "Plank",
  "slug": "GRRQTX",
  "url": "http://talx.thm.cloud/thms/talk/GRRQTX/",
  "title": "Als Netzaktivistin im Bundestag \u2013 Insider Einblicke und Mitmachm\u00f6glichkeiten",
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  "track": "Talk",
  "type": "Talk",
  "language": "de",
  "abstract": "Der Bundestag ist anders als man denkt. Analoger als man ohnehin\r\nvermutet, mit irrsinnigen Abl\u00e4ufen und unvorstellbaren Papierbergen. Es\r\nist viel anstrengender, als man sich je h\u00e4tte ausmalen k\u00f6nnen. Man hat\r\nzu viel Durst und zu wenig Schlaf und kaum noch ein Privatleben. Aber\r\nman kann einen Unterschied machen und deshalb will ich zeigen, dass\r\nPolitik auch kompetent, transparent und partizipativ m\u00f6glich ist. In\r\ndieser Session gebe ich Insider Einblicke in den Alltag als netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag,\r\nzeige die Handlungsm\u00f6glichkeiten einer Oppositionspolitikerin und wie\r\nIhr als Netzcommunity mich als Eure Volksvertreterin nutzen k\u00f6nnt, um\r\nz.B. auf offiziellen Kan\u00e4len Informationen abzufragen, an die man sonst\r\nnicht kommt, denn Wissen ist Macht.",
  "description": "Die Arbeit einer Bundestagsabgeordneten hatte ich mir anders\r\nvorgestellt. Schon rein vom praktischen Alltag her. Mich \u00fcberraschten\r\nTrinkverbote, 17-st\u00fcndige Plenartage ohne Pausen, Schreibmaschinen,\r\nKarteikarten und Faxger\u00e4te, ich verlief mich in unterirdischen\r\nLabyrinthen, fing 19 M\u00e4use im B\u00fcro und freute mich, als 2018 endlich das\r\nWLAN kam. Ich wurde netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Mitglied bzw. stellvertretendes Mitglied im\r\nDigitalausschuss, im Beirat der Bundesnetzagentur (Megathema 5G\r\nLizenzversteigerung), der Enquete Kommission K\u00fcnstliche Intelligenz, in\r\nden Aussch\u00fcssen f\u00fcr Bildung/Forschung/Technikfolgen sowie f\u00fcr Verkehr\r\nund digitale Infrastruktur. In 22 Monaten hielt ich 19 Reden, stellte 43\r\nschriftliche Fragen, 33 Kleine Anfragen, 5 Antr\u00e4ge und reichte einen\r\neigenen Gesetzentwurf ein. Es ging um \u00dcberwachung am S\u00fcdkreuz, Open\r\nSource, das NetzDG, Hackbacks, IPv6, K\u00fcnstliche Intelligenz, DNA\r\nAnalysen in der Stammbaumforschung, Uploadfilter, IT Sicherheit,\r\nImpressumpflichten, barrierefreie Notrufe, Whistleblower, Mobilfunk,\r\nOpen Data, KfZ Scanning, Funkzellenabfragen und stille SMS, digitale\r\nGewalt gegen Frauen, Bundeswehr bei re:publica, Verschl\u00fcsselung,\r\nLobbyregister, social Innovation und vieles mehr. Auf parlamentarischen\r\nReisen im Ausland lernte ich, wie weit das links regierte Uruguay in der\r\ndigitalen Bildung ist, wie man in Oman durch kluge Regulierung die\r\nFunkl\u00f6cher auf dem Land los wurde und wie viele Lichtjahre wir vom\r\neGovernment in D\u00e4nemark entfernt sind. Seit 10 Jahren setze ich mich f\u00fcr\r\ntransparente und partizipative Politik ein. Jetzt will ich meine eigenen\r\nAnspr\u00fcche daran auch erf\u00fcllen. Ich berichte vor allem auf Twitter und\r\nInstagram live aus Aussch\u00fcssen, Anh\u00f6rungen und von Parlamentarierreisen\r\nund greife Anregungen auf, die mich auf irgendeinem Kanal erreichen. Ich\r\nverstehe mich als Volksvertreterin im Wortsinn und m\u00f6chte als\r\nNetzaktivistin ganz besonders Sprachrohr der Netzcommunity sein. Als\r\nPolitikerin einer Oppositionspartei kann ich Themen setzen und\r\nInformationen beschaffen, ich kann fiese Fragen stellen \u2013 in langen und\r\nkurzen Formaten und die Bundesregierung muss darauf antworten. In dieser\r\nSession werde ich Beispiele zeigen, \u00fcber meine Pl\u00e4ne reden und Euch\r\nfragen, was Ihr schon immer von der Bundesregierung in Netzfragen wissen\r\nwollten, damit ich die GroKo weiter nerven kann und wir alle besser\r\nwissen, was sie tun.",
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      "id": 58,
      "code": "VJGNQC",
      "public_name": "Anke Domscheit-Berg",
      "biography": "Als Quereinsteigerin mit netzpolitischer Expertise kam ich im Oktober 2017 als parteilose Abgeordnete der Linksfraktion in den Bundestag, nachdem ich 15 Jahre in der IT Industrie und -Beratung und seit 2011 freiberuflich als Publizistin v.a. zu den Schwerpunkten Digitale Gesellschaft und Geschlechtergerechtigkeit gearbeitet hatte und seit langem als Netzaktivistin engagiert war. Ich m\u00f6chte die politische Ebene daf\u00fcr nutzen, eine linke Vision f\u00fcr eine digitale Gesellschaft zu entwickeln und stark zu machen, denn eine digitale Revolution braucht auch eine soziale Revolution. Ich lebe im Norden von Brandenburg, wo ich mit meinem Mann Daniel und anderen Mitstreiter*innen den havel:lab e.V. gegr\u00fcndet habe, der Tr\u00e4ger f\u00fcr den \"Verstehbahnhof\" wurde, ein Makerspace und Bildungsort f\u00fcr Kinder- und Jugendliche mit dem Schwerpunkt Digitales. Im Internet findet man mich unter anderem auf Twitter (@anked) und bei instagram (@adomscheitberg) und unter www.ankedomscheitberg.de.",
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