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  "abstract": "Mitten in Hamburg liegt das Lagerhaus G und verf\u00e4llt. Den Wenigsten ist bekannt, dass in dem denkmalgesch\u00fctzen Geb\u00e4ude w\u00e4hrend des Nationalsozialismus eines der gr\u00f6\u00dften KZ-Au\u00dfenlager in der Stadt Hamburg untergebracht war. Tausende J\u00fcdinnen und Juden aus Auschwitz, dem Ghetto Lodz und dem KZ Neuengamme sowie Kriegsgefangene und Milit\u00e4rinternierte wurden hierhin deportiert, um zur Zwangs- und Sklavenarbeit im Hamburger Hafen gezwungen zu werden. Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich f\u00fcr ein angemessenes Gedenken an diesen Aspekt Hamburger Geschichte und einen Gedenk- und Lernort vor Ort ein und fordert zudem das Potential des Geb\u00e4udes auch f\u00fcr Bedarfe der anliegenden Stadtteile zu nutzen. Die \u00fcberf\u00e4llige Erforschung und Sanierung des Lagerhaus G kann und muss einhergehen mit der \u00d6ffnung dieses Orts f\u00fcr die Stadtgesellschaft. Die IDU formuliert erste Vorschl\u00e4ge zu seiner k\u00fcnftigen Nutzung und sucht dazu Verb\u00fcndete!",
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  "date": "2020-12-29T14:00:00+01:00",
  "description": "Das Lagerhaus G am Dessauer Ufer befindet sich auf dem Kleinen Grasbrook im ehemaligen Hamburger Freihafen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Veddel. Der Speicher, der ab 1903 im Rahmen der damaligen Hafenerweiterung als Tabaklager u.a. f\u00fcr die Firma Reemtsma errichtet wurde, diente im Nationalsozialismus als eines der gr\u00f6\u00dften Au\u00dfenlager des KZ Neuengamme. Ab Juli 1944 wurden dort 1500 j\u00fcdische Frauen aus Tschechien und Ungarn und anschlie\u00dfend\u00a0 2000 m\u00e4nnliche KZ-H\u00e4ftlinge, sowie eine unbekannte Anzahl Italienische Milit\u00e4rinternierte und sowjetische Kriegsgefanger inhaftiert. Alle dort untergebrachten H\u00e4ftlinge und Kriegsgefangene mussten Bau \u2013 und Aufr\u00e4umarbeiten im Hamburger Hafen verrichten.\n\nAuch aufgrund der nach wie vor erhaltenen Spuren der Nutzung als KZ-Au\u00dfernlager steht das Geb\u00e4ude seit 1998 unter Denkmalschutz. Es wurde damals durch den Verkauf an einen privaten Eigent\u00fcmer vor dem von der HHLA als letzte Eigent\u00fcmerin bereits beschlossenen Abriss bewahrt. Das Lagerhaus G ist eines der letzten erhaltenen Bauwerke, die in Hamburg als KZ-Au\u00dfenlager gedient haben. Seiner Geschichte wurde sich jedoch kaum angenommen. Offizielles Gedenken findet vor Ort, wie auch an Zwangsarbeit im Hamburger Hafen generell, kaum statt und ein Zugang zum Geb\u00e4ude ist nicht gew\u00e4hrleistet. Zwischen Paletten und allerlei skurillen \u00dcberbleibseln der Nutzungsgeschichte finden sich auch noch unerschlossene Spuren der NS-Geschichte. W\u00e4hrendessen plant die Hafencity Gmbh um das Geb\u00e4ude herum einen neuen \"Innovationsstadtteil\", bei dem die Perspektive des Lagerhauses jedoch unklar bleibt.\n\nDie Initiative Dessauer Ufer setzt sich seit fast drei Jahren f\u00fcr ein Gedenken an diesen \"versch\u00fctteten\" Teil Hamburger Geschichte ein und fordert einen angemessene Lern- und Gedenkort vor Ort zu Zwangs- und Sklavenarbeit im Hamburg Hafen zu entwickeln. Zusammen mit Akteuren der benachbarten Stadtteile setzen wir uns au\u00dferdem daf\u00fcr ein, das Potential des 24.000m2 gro\u00dfen Lagerhauses auch f\u00fcr die soziale und kulturelle Bedarfe der Veddel, von Wilhelmsburg und Rothenburgsort sowie des neu entstehenden Stadtteils Grasbrook zu nutzen und auch Raum f\u00fcr unkommerzielle Nutzungen zu schaffen. Stadtteilsbedarfsfl\u00e4chen. Die IDU formuliert in einem in K\u00fcrze erscheinenden Nutzungskonzept Vorschl\u00e4ge, die zum einen den in mehrfacher Hinsicht unterversorgten angrenzenden Stadtteilen zugute kommen sollen, und die zum anderen Raum f\u00fcr ein solidarisches Wirtschaften sowie f\u00fcr unkommerzielle Nutzungen schaffen sollen.\n\nVon der Geschichte des Hauses, unserer Arbeit und dem aktuellen Stand wollen wir euch einen kleinen \u00dcberblick geben.\n\n",
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