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  "abstract": "Ein Gespr\u00e4ch mit Choreografin und Performerin Gloria H\u00f6ckner, die unter anderem \u00fcber ihr Projekt \"Sentimental Bits\" erz\u00e4hlen wird.\nEs handelt sich dabei um ein k\u00fcnstlerisches Rechercheprojekt, das sich mit dem Tracking von Gef\u00fchlen durch k\u00fcnstliche Emotions-Intelligenz (Emotions-KI) auseinander setzt.",
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  "date": "2020-12-28T14:00:00+01:00",
  "description": "Sentimental Bits - an artistic research project\nProbeb\u00fchne im G\u00e4ngeviertel, Hamburg\n\n\"Sentimental Bits\" ist ein k\u00fcnstlerisches Rechercheprojekt, das sich mit dem Tracking von Gef\u00fchlen durch k\u00fcnstliche Emotions-Intelligenz (Emotions-KI) auseinander setzt.\nEmotions-KI nutzt verschiedene Sensoren um Mimik, Stimme, oder K\u00f6rperhaltung abzutasten und daraus den emotionalen Zustand eines Menschen zu bestimmen. Gro\u00dfe Unternehmen wie Amazon, Facebook oder Google sind aktuell an der Entwicklung und Implementierung von Emotions-KI beteiligt, um sie etwa f\u00fcr die Individualisierung von Werbung f\u00fcr potentielle Kund*innen zu nutzen. Die technische M\u00f6glichkeit, Emotionen zu erkennen, schl\u00e4gt in diesem Bereich auf deren Beeinflussung um. Emotions-KI wird aber auch in anderen Bereichen wie bei der Einwanderungskontrolle an Grenzen (bsw. in Griechenland, Ungarn), oder zur \u00dcberwachung in \u00f6ffentlichen verkehrsmitteln (Nizza) eingesetzt. Die Gr\u00fcnderinnen der Firma Affectiva sind der Meinung, dass ihre Technologie das Potential hat, eine \u201eEmotion Economy\u201c - eine \u00d6konomie der Emotionen - herzustellen. Affectiva bietet eine Software an die Gesichtsanalysen liefert, um daraus Stimmungsanalysen abzuleiten und behauptet von sich, den weltweit gr\u00f6\u00dften Datensatz an menschlichen Emotionen zu haben. In \"Sentimental Bits\" wird Emotions-KI performativ untersucht und k\u00fcnstlerisch angeeignet, um Interaktionsm\u00f6glichkeiten damit auszuloten.\n\nDie Klassifizierung des k\u00f6rperlichen Ausdrucks geht auf historische und mittlerweile als Pseudowissenschaften entlarvte Theorien der \u201ePhysiognomie\u201c und \u201ePhrenologie\u201c zur\u00fcck. Diese zutiefst essentialistischen Ans\u00e4tze versuchten, den \"wahren\" Charakter, die \"wahren\" Emotionen aus dem physischen Erscheinungsbild eines Menschen zu deuten. \"Sentimental Bits\" befragt neue Emotions-Tracking Technologien kritisch aus einer technofeministischen Perspektive, ob diese nicht auf denselben biologistischen Essentialismus zur\u00fcckgehen.\nWie k\u00f6nnen wir einen selbstbestimmten Umgang mit unserem K\u00f6rper und den Daten die von ihm gesammelt werden erlangen? Wie ver\u00e4ndert sich der Ausdruck von Emotionen und soziale Kontakte im Zuge ihrer Digitalisierung? Und wie k\u00f6nnen wir uns neuen \u00dcberwachungstechnologien entziehen?\u00a0",
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  "subtitle": "Ein Gespr\u00e4ch mit Gloria H\u00f6ckner",
  "title": "Sentimental Bits - Emotions-KI im k\u00fcnstlerischen Kontext ",
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