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  "date": "2020-12-29T13:30:00+01:00",
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  "title": "\u201eElektromobilit\u00e4t\u201c und warum sie so, wie sie derzeit vorgeschlagen wird, nicht funktionieren kann",
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  "abstract": "Elektromobilit\u00e4t ist das politische Schlagwort der Stunde. Und gleichzeitig so etwas wie das Heisenberg'sche Unsch\u00e4rfetheorem in der Politik: Je n\u00e4her eins hinschaut, desto unsch\u00e4rfer und verworrener wird die Sachlage. Ein Situationsbericht.",
  "description": "Individuelle Mobilit\u00e4t ist f\u00fcr die Meisten von uns wichtig: Die Freiheit, jederzeit dorthin reisen bzw. fahren zu k\u00f6nnen, wo man gerade hin m\u00f6chte, ist ein Grundprinzip unserer modernen Gesellschaft. Gerade in der deutschen Geschichte hat das Wort \u201eReisefreiheit\u201c einen ganz besonderen Klang. Und auch jetzt, wenn in der Pandemie unsere Reisefreiheit eingeschr\u00e4nkt wird, zeigt sich, welch hohen Stellenwert dieses Thema in unser aller Bewusstsein einnimmt. Leider hat die Technik, die wir f\u00fcr unsere individuelle Mobilit\u00e4t gew\u00e4hlt haben, n\u00e4mlich die der fossilen Treibstoffe, einen dummen Nachteil: Wenn wir so weitermachen wie bisher, fackeln wir dabei den Globus ab. Aber Rettung naht in Form des Zauberwortes \u201eElektromobilit\u00e4t\u201c. Das wird nicht nur das Umweltproblem l\u00f6sen, besagte Technologie erm\u00f6glicht \u00fcberdies, weil digitalisiert, auch autonom, sprich: Demn\u00e4chst werden wir m\u00f6glicherweise nicht nur elektrisch und daher ohne Abgase, sondern auch ohne eigenes Zutun dorthin fahren k\u00f6nnen, wo wir hin wollen; und weil Computer ja keine Fehler machen, wird es auch keine Unf\u00e4lle mehr geben. Endlich: Jeder Deutsche bekommt seinen eigenen Chauffeur. Der Politik ist es damit bitter ernst: Im unl\u00e4ngst enth\u00fcllten Budgetvorschlag der EU f\u00fcr die kommende Periode sind alleine 35 Mrd. Euro unter dem Titel \u201eElektromobilit\u00e4t\u201c veranschlagt. Mindestens noch einmal so viel soll von den einzelnen Mitgliedstaaten kommen. Fahren wir also demn\u00e4chst alle autonom, elektrisch und entspannt einer sorgenfreien Zukunft entgegen? Leider nein, wie sich beim n\u00e4heren Hinschauen herausstellt. Der Hype, der hier gemacht wird, ist derart falsch, dass eins gar nicht wei\u00df, wo es anfangen soll, ihn zu widerlegen. Wir haben daher alles zusammengetragen, was zum derzeitigen Standpunkt an Info zu Elektromobilit\u00e4t verf\u00fcgbar ist, und sind zu der Aussage gekommen: Nein. Oder, in einer etwas l\u00e4ngeren Form: So, wie Politik und Wirtschaft heute von Elektromobilit\u00e4t und autonomem Individualverkehr tr\u00e4umen, wird es \u2013 kann es \u2013 nie kommen. Denn, wie es der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis 2016 in seinem Film \u201eHyperNormalization\u201c so h\u00fcbsch formuliert hat: \u201eOver the past 40 years, politicians, financiers and technological utopians, rather than face up to the real complexities of the world, retreated. Instead, they constructed a simpler version of the world in order to hang on to power. And as this fake world grew, all of us went along with it, because the simplicity was reassuring.\u201c\r\n\r\n\r\nKontakte in Matrix:  Andr\u00e9 = @aigler:matrix.org @philipp_s:matrix.org   telegnom = Chaos.social/@telegnom\r\n\r\nPDF des Talks auf https://frab.cccv.de/system/event_attachments/attachments/000/004/225/original/e-Mobilitaet-rc3.pdf?1609186179",
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