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  "date": "2020-12-29T12:00:00+01:00",
  "start": "12:00",
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  "room": "r3s - Monheim/Rhein",
  "slug": "rc3-600086-demokratische_entscheidungen_in_online_communitys",
  "url": "https://pretalx.rc3.studio/rc3-channels-2020/talk/K3DHVU/",
  "title": "Demokratische Entscheidungen in Online Communitys",
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  "track": "MON r3s Rhein VHS",
  "type": "Talk",
  "language": "de",
  "abstract": "Viele soziale Netzwerke und kooperative Systeme bieten R\u00e4ume f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Diskurs und die Meinungsbildung. Dabei f\u00e4llt auf, dass die Betreiber allein dar\u00fcber bestimmen, wie diese R\u00e4ume gestaltet sind, wer sie betreten darf und welche Regeln f\u00fcr ihre Nutzung gelten. Obwohl diese Systeme und Plattformen Online Communitys beherbergen, entziehen sie sich weitgehend dem Einfluss der jeweiligen Gruppe oder Gemeinschaft. Im Vortrag vergleichen wir Online Communitys und virtuelle Gruppen mit demokratisch organisierten Strukturen und stellen die Frage, warum wir uns immer noch als \u201cNutzer\u201d der Gunst von Plattformbetreibern unterwerfen, anstatt als m\u00fcndige B\u00fcrger im Web demokratisch Einfluss auszu\u00fcben.",
  "description": "In einer virtuellen Gemeinschaft gibt es viele Entscheidungen zu treffen: Wer darf der Gemeinschaft beitreten? Wer soll ausgeschlossen werden? Welche Regeln gelten innerhalb der Gemeinschaft? Welche Informationen sollen nach drau\u00dfen gelangen? Wer hat welche Rollen inne und darf \u00fcber was entscheiden? Welche Features sollen verf\u00fcgbar sein? Bestenfalls werden Fragen dieser Art irgendwie einvernehmlich gekl\u00e4rt. Ab einer gewissen Anzahl von Mitgliedern funktioniert das jedoch nicht mehr. Erst recht nicht, wenn die von der Gemeinschaft gew\u00e4hlte oder ihr auferlegte Plattform keine ausreichenden Kommunikations- und Abstimmungsmittel bereitstellt. Im schlimmsten Fall wird die Gemeinschaft autokratisch gelenkt, so dass die Entfaltungsm\u00f6glichkeiten durch Regeln definiert und durch technische Gegebenheiten determiniert sind. Nicht selten profitieren dabei diejenigen, die die Kompetenz und Kontrolle \u00fcber die technischen Systeme inne haben \u2013 die Administratoren, Moderatoren, Plattform-Betreiber bzw. deren CEOs. Im ersten Teil des Vortrags beleuchten wir problematische Machtstrukturen am Beispiel von Groupware Systemen und Social Media Plattformen und kontrastieren diese mit effektiven Systemen und Verfahren zur Umsetzung bindender demokratischer Entscheidungen in virtuellen Gemeinschaften. Dabei betrachten wir Entscheidungen auf den Ebenen Content, Partizipation, Regeln des Miteinanders und der technischen Gestaltung. Im zweiten Teil des Vortrags stellen wir euch einen exemplarischen L\u00f6sungsansatz f\u00fcr ein verbreitetes CMS vor und berichten von den Erfahrungen der derzeitigen Anwender, die damit bspw. \u00fcber die Vergaben von Nutzerrollen und die Gestaltung von Community-Regeln abstimmen, Inhalte nach dem N-Augenprinzip ver\u00f6ffentlichen und ihrem Admin effektiv den Zugriff auf den Content entziehen.",
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      "public_name": "Niels Seidel",
      "biography": "Niels ist PostDoc am Lehrgebiet f\u00fcr Kooperative Systeme an der FernUniversit\u00e4t in Hagen. Er forscht und lehrt im Bereich verteilter und adaptiver Systeme. In der Lehre vermittelt er Grundlagen in der Gestaltung und Entwicklung kooperativer Systeme.",
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