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  "abstract": "Das Romani Kafava in Hamburg ist eine selbstorganisierte Anlauf- und Beratungsstelle f\u00fcr (gefl\u00fcchtete) Roma und Romnja in Hamburg. Seit nun fast vier Jahren \u00f6ffnet Zumreta Sejdovic w\u00f6chentlich das Caf\u00e9 in Hamburg Wilhelmsburg f\u00fcr Menschen, die Rat, Unterst\u00fctzung oder einen diskriminierungsfreien Raum suchen. Die beiden Aktivistinnen des Romani Kafava Zumreta und Nina erz\u00e4hlen im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Situation von Rom*nja in Deutschland und Europa, \u00fcber geschlungene Fluchtwege und \u00fcber Formen des Widerstands und Empowerments.",
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  "date": "2020-12-29T19:00:00+01:00",
  "description": "Die Geschichte der Roma und Romnja in Europa ist vermutlich \u00fcber 700 Jahre alt und kann ebenso lange mit Diskriminierung, Rassismus und Verfolgung in Zusammenhang gebracht werden. Das Leben und die Traditionen von Rom*nja sind sehr komplex und immer beeinflusst von den jeweiligen Kulturen und Traditionen, der sie direkt umgebenden Gesellschaft. Aber Roma und Romnja haben auch immer Strategien des Widerstand und gegenseitigen Empowerments entwickelt. Beispielsweise gibt es seit dem ersten Welt-Roma-Kongress in London 1971 eine transnationale Roma-Flagge und den 8.April als internationalen Aktionstag um auf eine gemeinsame Geschichte, geteilte Erfahrungen und transnationale Solidarit\u00e4t zu verweisen.\n\nTrotz einer beispielsweise kaum aufgearbeiteten Verfolgungs- und Ermordungsgeschichte von Rom*nja (und Sinti*zze) im Nationalsozialismus, taucht der Begriff in der deutschen \u00d6ffentlichkeit am h\u00e4ufigsten im Kontext s\u00fcd-osteurop\u00e4ischer Einwanderung auf und ist in der Regel verbunden mit zahlreichen rassistischen Vorurteilen und Klischees. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes fasste 2014 die Ergebnisse ihrer Studie \u00fcber \u201eBev\u00f6lkerungseinstellungen zu Sinti und Roma\u201c so zusammen: \u201eBei keiner anderen Gruppe zeigt sich ein so durchg\u00e4ngig deutliches Bild der Ablehnung.\u201c\n\nUnter anderem Erfahrungen, die diese Ablehnung reproduzieren haben Zumreta Sejdovic motiviert aktiv zu werden und \u00fcber sich und ihre Erfahrungen, ihre Traditionen und ihre W\u00fcnsche zu sprechen. \u201eIch m\u00f6chte, dass alle Menschen etwas \u00fcber uns erfahren und sehen, dass wir auch Menschen sind wie sie.\u201c Sie ist in Montenegro geboren und aufgewachsen, im Zuge der Jugoslawien-Kriege wurde ihr Haus zerst\u00f6rt und es begann ein langer Irrweg durch Europa, der sie schlie\u00dflich nach Hamburg f\u00fchrte. Seit Jahren k\u00e4mpfte sie, wie zahlreiche andere Gefl\u00fcchtete in Deutschland, gegen den Jahrzehnte anhaltenden \u201eDuldungsstatus\u201c, der Menschen den Zugang zu elementaren Rechten verwehrt. Vor einem Jahr hat sie nun einen positiven Asylbescheid erhalten und wartet seit dem auf ihren Pass.\n\nGemeinsam mit dem Veddeler Stadtteilprojekt NEW HAMBURG begann sie ab 2015 am Aufbau des Romani Kafavas zu arbeiten \u2013 entsprechend ihrem Wunsch einen diskriminierungsfreien Raum f\u00fcr Roma und Romnja zu gestalten, Unterst\u00fctzung zu organisieren und in Veranstaltungen nicht-Rom*nja \u00fcber sich und ihr Leben zu erz\u00e4hlen. Seit 2015 ist das Romani Kafava im Wohnprojekt GoMokry* in Hamburg-Wilhelmsburg beheimatet und zu einer Institution geworden. Das Romani Kafava versucht Menschen bei ihrem Kampf um einen Aufenthalt zu unterst\u00fctzen, Familien bei Krankheit oder sozialen Probleme zu beraten und in Notsituation zu begleiten. Zumreta Sejdovic und ihre Kollegin Maya Adzovic konnten dank verschiedener F\u00f6rdergelder und der strukturellen Unterst\u00fctzung der Poliklinik Veddel angestellt und somit f\u00fcr ihre wertvolle Arbeit bezahlt werden. Gemeinsam mit Nina erz\u00e4hlt Zumreta \u00fcber die Situation von Rom*nja in Deutschland und Europa, \u00fcber geschlungene Fluchtwege und \u00fcber Formen des Widerstands und Empowerments.\n\nFB: Romani Kafava\nSpenden: Ev. Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost Verwendungszweck: Veddel-Romani Kafava IBAN: DE50 5206 0410 3106 4460 27",
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