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  "title": "Bundesanzeiger Crawling",
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  "track": "MON r3s Rhein VHS",
  "type": "Talk",
  "language": "de",
  "abstract": "Wieso liegen \u00f6ffentliche Finanzdaten in der Hand von einigen wenigen zahlenden Firmen?\r\nDer Bundesanzeiger Verlag ist seit 2006 komplett privatisiert. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet ihren Jahresabschluss \u00fcber den Bundesanzeiger kostenpflichtig zu ver\u00f6ffentlichen. Der Verlag verdient gleichzeitig am Verkauf dieser Daten, die eigentlich \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein sollten.\r\nWir beleuchten das Problem und stellen die rechtlichen und technischen H\u00fcrden vor, die auf einen zukommen, wenn man diese Daten nutzen m\u00f6chte.\r\nWir hoffen, dass der Bundesanzeiger analog zum Projekt \"OffeneGesetze.de\" der Open Knowledge Foundation zuk\u00fcnftig \u00f6ffentlich durchsuchbar sein wird.",
  "description": "Unternehmen sind laut \u00a7 325 HGB gesetzlich verpflichtet ihren Jahresabschluss kostenpflichtig im Bundesanzeiger zu ver\u00f6ffentlichen. Der Bundesanzeiger Verlag geh\u00f6rt zur DuMont Mediengruppe und ist seit 2006 komplett privatisiert.\r\nGrunds\u00e4tzlich sind die dort ver\u00f6ffentlichten Jahresabschl\u00fcsse und weitere Firmeninformationen \u00f6ffentlich einsehbar, allerdings nur einzeln \u00fcber eine altbackene Webseite und mit Captcha Schutz. Diese r\u00fcckst\u00e4ndige Ver\u00f6ffentlichung macht es uns unm\u00f6glich diese Informationen maschinell zu analysieren, obwohl sie der \u00d6ffentlichkeit explizit zur Verf\u00fcgung stehen sollen. Der Bundesanzeiger besitzt damit ein staatliches Monopol auf eine der wichtigsten Informationsquellen zu deutschen Unternehmen.\r\nNeben der Unzug\u00e4nglichkeit der Daten setzt der Bundesanzeiger Verlag noch einen drauf. Unter dem Namen \"Validatis\" verkauft er die gleichen Daten, die er \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich machen soll. Zitat: \"Nutzen Sie valide Unternehmensdaten aus erster Hand - passgenau f\u00fcr Ihr Business.\"\r\nPraktisch, wenn jedes Unternehmen gesetzlich verpflichtet ist das Datenmonopol des Bundesanzeigers anzureichern.\r\nWir erz\u00e4hlen von den rechtlichen Stolpersteinen, die der Bundesanzeiger bereith\u00e4lt, wenn man die Daten befreien m\u00f6chte. Au\u00dferdem erz\u00e4hlen wir, wie man die technischen H\u00fcrden, um an die Daten zu kommen aus dem Weg r\u00e4umen k\u00f6nnte. Wir konstruieren einen verteilten Crawler f\u00fcr den Bundesanzeiger, der mittels neuronalem Netzwerk Captchas l\u00f6st.\r\nDisclaimer: Nat\u00fcrlich haben wir den Crawler praktisch nicht eingesetzt, um uns nicht strafbar zu machen.",
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